(Warum das „AS/400“-System mehr Zukunft hat, als viele glauben)
Ein System, das leise Großes leistet
In vielen Unternehmen laufen geschäftskritische Prozesse seit Jahrzehnten auf einer Plattform, die kaum jemand außerhalb der IT kennt – und die dennoch das Rückgrat unzähliger Organisationen bildet: IBM i, früher bekannt als AS/400.
Ob Banken, Versicherungen, Industrie oder Handel – dort, wo Daten absolut zuverlässig verarbeitet werden müssen, läuft mit hoher Wahrscheinlichkeit ein System aus dieser Familie.
Trotzdem wird IBM i oft als „altmodisch“ abgestempelt. Ein Relikt aus den 1980ern, so meinen viele. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Die Plattform ist nicht nur hochmodern, sondern auch wirtschaftlich und strategisch relevant – gerade in einer Zeit, in der Stabilität, Sicherheit und Nachhaltigkeit wieder zählen.
Von der AS/400 zu IBM i – eine kurze Reise durch die Zeit
Die Geburtsstunde 1988: Ein System für alle Fälle
Im Jahr 1988 brachte IBM ein System auf den Markt, das für Unternehmen ein Gamechanger wurde: die AS/400 („Application System/400“).
Ihre Idee war revolutionär: ein integriertes System, das Datenbank, Betriebssystem und Anwendungen nahtlos vereint.
Während andere Server auf komplizierte Installationen, Datenbank-Lizenzen und Betriebssystemkonfigurationen setzten, bot die AS/400 ein „All-in-One“-Konzept.
Damit war sie einfach zu administrieren, äußerst stabil und von Beginn an auf Langlebigkeit ausgelegt.
iSeries, System i und IBM i – Namenswechsel, gleiche DNA
Über die Jahre änderte IBM mehrfach die Bezeichnung:
- Ende der 1990er Jahre: iSeries
- Mitte der 2000er: System i
- Seit 2008: IBM i – das Betriebssystem, das heute auf IBM Power Systems läuft
Unter der Haube blieb das Prinzip dasselbe: Integration, Stabilität und Sicherheit.
Was sich jedoch stetig weiterentwickelte, war die Hardware, die Virtualisierungstechnologie und die Integration moderner Schnittstellen – von Webservices über APIs bis hin zu Cloud-Architekturen.
Von der AS/400 zu IBM i – eine kurze Reise durch die Zeit
Viele Unternehmen unterschätzen den technologischen Fortschritt, der sich in den letzten Jahren auf IBM i vollzogen hat. Denn während andere Systeme mühsam modernisiert oder komplett ersetzt werden mussten, hat sich IBM i evolutionär weiterentwickelt – ohne ihre bewährte Architektur aufzugeben.
Die integrierte Architektur: Datenbank, Sicherheit und Anwendungen in einem Guss
Das Herzstück von IBM i ist die DB2 for i, eine relationale Datenbank, die fest im Betriebssystem integriert ist. Das bedeutet: keine externe Datenbankinstallation, keine Kompatibilitätsprobleme, keine unvorhersehbaren Abhängigkeiten.
Auch das Sicherheitskonzept ist tief im System verankert – mit rollenbasiertem Zugriff, Audit-Funktionen und einer einzigartigen Objektarchitektur, die Manipulationen von außen nahezu ausschließt.
Stabilität als strategischer Vorteil
Viele Systeme werden heute mehrfach im Jahr gepatcht, migriert oder neu gestartet. IBM i läuft dagegen monatelang ohne Unterbrechung. Diese Stabilität ist ein klarer wirtschaftlicher Vorteil: weniger Ausfallzeiten, geringere Wartungskosten und eine hohe Planbarkeit im IT-Betrieb.
Nicht umsonst gilt IBM i als „Workhorse der Wirtschaft“ – robust, verlässlich, unspektakulär, aber unersetzlich.
IBM i heute: Modernisierung statt Ablöse
Das Modernisierungsparadox
- REST-APIs für die Integration mit Cloud- oder Webanwendungen
- Open-Source-Sprachen wie Python, PHP oder Node.js auf der Plattform
- Weboberflächen für ehemals grüne Terminals
- und native Unterstützung für Containerisierung und Hybrid-Cloud-Szenarien
Diese Möglichkeiten machen IBM i zu einer Brücke zwischen Tradition und Innovation – ideal für Unternehmen, die ihre bestehenden Geschäftsprozesse beibehalten, aber zugleich digitaler und agiler werden möchten.
Kostenfaktor vs. Investitionsschutz
IBM i-Systeme gelten als langlebig – mit Lebenszyklen von zehn, fünfzehn oder sogar zwanzig Jahren. Das bedeutet: Unternehmen, die früh in AS/400 investiert haben, profitieren noch heute von derselben Plattform. Der Total Cost of Ownership (TCO) ist dadurch deutlich geringer als bei vielen modernen Cloud-Lösungen, deren laufende Kosten oft unterschätzt werden.
Jetzt SpoolMaster präsentiert bekommen und individuelles Angebot einholen.
Typische Einsatzbereiche – wo IBM i bis heute glänzt
Ob man es glaubt oder nicht: In zahlreichen Branchen läuft das operative Herz nach wie vor auf IBM i.
Finanzwesen
Banken und Versicherungen nutzen IBM i seit Jahrzehnten – für Kernbankenprozesse, Buchungen, Risikoanalysen. Hier zählt Stabilität mehr als Modetrends.
Fertigung und Logistik
In der Industrie steuert IBM i Lagerprozesse, ERP-Systeme, Produktionsplanung und Fakturierung. Dank der hohen Transaktionsgeschwindigkeit eignet sie sich ideal für Echtzeitprozesse.
Öffentliche Verwaltung & Handel
Auch Behörden und Handelsketten vertrauen IBM i – vor allem wegen ihrer Datensicherheit und Verfügbarkeit. Kurz gesagt: IBM i ist dort erfolgreich, wo Fehlerfreiheit wichtiger ist als Oberflächen-Glanz.
IBM i und das Thema Output-Management
Ein Aspekt, der in modernen IT-Strategien häufig übersehen wird, ist die Dokumentausgabe – das sogenannte Spooling. Gerade in IBM i-Umgebungen werden täglich tausende Berichte, Etiketten, Lieferscheine und Rechnungen erzeugt.
Spooling: Das unterschätzte Nadelöhr
Traditionell landen diese Dokumente in Spool-Dateien (Spool Files) auf dem System. Doch ohne zentrale Steuerung entsteht schnell ein Engpass: Druckwarteschlangen, falsche Formate, verlorene Dokumente oder Compliance-Probleme.
Moderne Lösungen schaffen Effizienz
Hier kommen spezialisierte Tools wie SpoolMaster ins Spiel. Sie ermöglichen:
- automatisierte Spoolverarbeitung und Weiterleitung,
- Konvertierung in PDF, E-Mail oder Archivformate,
- regelbasierte Verteilung an Benutzer, Systeme oder Cloud-Dienste,
- und eine zentrale Kontrolle über alle Druckprozesse hinweg.
So wird aus einem vermeintlich „alten“ System eine moderne, transparente Output-Infrastruktur – ganz ohne die bewährte IBM i-Stabilität aufzugeben.
Zukunftsaussichten – IBM i im Zeitalter der Cloud
IBM selbst investiert weiterhin massiv in die Weiterentwicklung der Plattform. Neue Generationen der IBM Power Systems bringen mehr Performance, Energieeffizienz und Cloud-Integration.
Unternehmen können heute IBM i
- on-premises,
- hybrid oder
- vollständig in der Cloud
betreiben.
Mit dem Service IBM Power Virtual Server lässt sich die eigene IBM i-Umgebung sogar in Rechenzentren rund um den Globus virtualisieren – inklusive der gewohnten Stabilität und Sicherheit. Damit wird IBM i zu einem Baustein moderner IT-Strategien, nicht zu einem Widerspruch.
Warum sich Entscheider:innen mit IBM i beschäftigen sollten
Auch wenn IBM i selten Schlagzeilen macht, sollten Entscheider:innen genau hinsehen. Denn die Plattform steht für Werte, die heute wieder gefragt sind:
- Zuverlässigkeit
- Sicherheit
- Nachhaltigkeit durch
- Langlebigkeit
- Kosteneffizienz
Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und steigender Komplexität ist ein System, das „einfach funktioniert“, Gold wert.
Wer IBM i modern denkt – also offen für API-Integration, Webschnittstellen und neue Output-Management-Lösungen bleibt – hat ein stabiles Fundament für die nächsten Jahrzehnte.
IBM i – Tradition trifft Zukunft
Die Geschichte der IBM i ist ein Beispiel dafür, dass echte Innovation nicht immer laut sein muss. Sie zeigt, dass technologische Evolution auch leise und beständig stattfinden kann – und dass „altbewährt“ manchmal das modernste Prinzip ist.
Unternehmen, die IBM i nutzen, haben keinen Grund, sich zu verstecken – im Gegenteil: Sie verfügen über eines der robustesten und zukunftssichersten IT-Systeme der Welt.
Und wer seine Prozesse – etwa beim Spooling oder Dokumenten-Workflow – mit modernen Tools wie SpoolMaster ergänzt, macht aus bewährter Stabilität eine neue Form von Effizienz.
Über Spoolmaster
SpoolMaster ist eine moderne Output-Management-Lösung für IBM i, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Druck- und Spoolprozesse effizient zu steuern, zu automatisieren und zu digitalisieren. Weitere Informationen finden Sie unter www.spoolmaster.io.